Kreislaufwirtschaft bei RKW

Die Kunststoffindustrie steht weltweit vor großen Herausforderungen. RKW treibt deshalb in allen Geschäftsbereichen konsequent zirkuläre Ansätze voran, um Kunststoffprodukten eine nachhaltigere Zukunft zu geben. Auf diese Weise leisten wir einen aktiven Beitrag zur Etablierung einer Kreislaufwirtschaft für diesen unverzichtbaren Werkstoff und dazu, die Umweltauswirkungen unserer Produkte zu verringern – bei gleichbleibender oder sogar verbesserter Leistungsfähigkeit. Dabei folgen wir konsequent dem Prinzip „Reduce, Reuse, Recycle“.

RKW_Group_Sustainability_Reduce_Reuse_Recycle

Nachhaltiges Produktdesign

Im Sinne eines innovativen und nachhaltigen Produktdesigns arbeiten unsere Mitarbeitenden weltweit daran, den Ressourcenverbrauch gezielt zu optimieren, potenzielle Umweltauswirkungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus zu berücksichtigen und die Recycelbarkeit sowie den Einsatz von Recyclingmaterialien weiter voranzutreiben.

Downgauging

Wir setzen über alle Standorte und Produktgruppen hinweg auf einen möglichst effizienten Rohstoffeinsatz. Ein zentraler Ansatz ist dabei das Downgauging – die Entwicklung immer dünnerer Folien bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit. Grundlage dafür sind innovative Materialien, weiterentwickelte Rohstoffe, optimierte Rezepturen und moderne Produktionstechnologien.

Gemeinsam mit Lieferanten und Kunden entwickeln wir neue Prozesse und testen kontinuierlich neue oder optimierte Folienlösungen. Ein Beispiel dafür sind unsere atmungsaktiven RKW HyCare® und Aptra® Folien für Hygieneanwendungen.

Im Bereich Damenhygiene konnten wir den Rohstoffeinsatz bei einzelnen Produkten gegenüber früheren Ausführungen um bis zu 25 % reduzieren. Auch das durchschnittliche Flächengewicht von Backsheet-Folien haben wir in den vergangenen 20 Jahren deutlich gesenkt – und arbeiten kontinuierlich an weiteren Verbesserungen.
 

Design for Recycling

Für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen braucht es nicht nur die passende Recyclinginfrastruktur, sondern auch Produkte, die von Anfang an auf Sortierung und Wiederverwertung ausgelegt sind. Im Sinne von „Design for Recycling“ arbeiten unsere Entwicklungsteams kontinuierlich daran, die Recycelbarkeit unserer Produkte weiter zu verbessern – insbesondere dort, wo Barrieren, Additive oder weitere Verpackungskomponenten den Recyclingprozess beeinflussen können.

RKW unterstützt seine Kunden zudem dabei, die Recycelbarkeit des gesamten Verpackungsprodukts zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln – einschließlich zusätzlicher Komponenten wie Klebstoffen. Ein Beispiel dafür sind unsere MDO-Folienlösungen für flexible Verpackungen: Sie ermöglichen materialeffizientere Verpackungsstrukturen durch geringere Dichte und können als vollständig polyethylenbasierte Lösung zu einer besseren Recyclingfähigkeit beitragen.
 

 

Nutzung von Rezyklaten

Unser Fokus liegt darauf, den Einsatz von Recyclingmaterialien in geeigneten Anwendungen und Produktionsprozessen schrittweise auszubauen. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir Lösungen mit höherem Recyclinganteil weiter – überall dort, wo die jeweiligen Anwendungsanforderungen dies ermöglichen. Dabei bringen wir unsere umfassende Expertise in den Bereichen Rezyklate und Recycling gezielt ein.
Ein Beispiel ist unser Multipack-Schrumpffolienportfolio: Je nach Anwendung und Produktanforderung lassen sich materialeffiziente Designs mit Post-Consumer-Rezyklat (PCR) und Post-Industrial-Rezyklat (PIR) kombinieren.

Recycling und Wiederverwendung

Wir nutzen Produktionsabfälle auf vielfältige Weise – innerhalb einzelner Prozesse, zwischen verschiedenen Prozessschritten und standortübergreifend. Dafür stehen an unseren Standorten Recyclinganlagen zur Verfügung, mit denen Produktionsabfälle sowohl inline als auch offline zu Regranulat aufbereitet werden.
Kann ein Produktionsabfall aus technischen, regulatorischen oder qualitativen Gründen nicht direkt am selben Standort oder in derselben Anwendung wiederverwendet werden, nutzt RKW gruppenweite Verwertungsmöglichkeiten über mehrere Standorte hinweg. So halten wir Produktionsabfälle, wo immer möglich, im Wertstoffkreislauf und führen sie erneut als Rohstoff in die Produktion zurück.
 

Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht.