Newsroom - RKW Gruppe
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Echte-Kalefeld, 30. August 2021 – Die RKW-Gruppe investiert am Standort Echte einen siebenstelligen Betrag, um dort in Zukunft Kunststofffolien mit hohem Recycling-Anteil herzustellen. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Produktionskapazität im Bereich industrielle Verpackungen aus und sichert auf diese Weise die Arbeitsplätze in der Region. Die neue Fünf-Schicht-Extrusionsanlage ist die jüngste von mehreren Investitionen an dem niedersächsischen Standort.

Das Werk im niedersächsischen Echte mit über 240 Mitarbeitern ist das Kompetenzzentrum der RKW für industrielle Verpackungen. Forschung, Entwicklung und Produktion der so genannten FFS- und ProVent-Säcke sind hier angesiedelt. Weitere Standbeine der Produktion sind unter anderem Ventilkastensäcke, Transportverpackungen und Müllsäcke. In FFS-Säcken sowie dem in Echte entwickelten ProVent werden Schüttgüter wie Zement oder andere Baustoffe, Lebensmittel wie Zucker, Gewürze oder Salz sowie verschiedenste Chemikalien in Mengen von meist 15 bis 25 Kilogramm verpackt.

Für die Produktgruppe industrielle Verpackungen wird die neue Anlage nun eingesetzt werden: „Wir wollen mit neuen Rezepturen unseren Kunden nachhaltigere Verpackungslösungen für industrielle Verpackungen anbieten. Dazu gehört beispielsweise ein stetig wachsender Anteil an rezyklierten Kunststoffen in den Verpackungen. State-of-the-Art-Anlagen wie diese ermöglichen uns das“, sagt Werksleiter Dr. Markus Brinkmann.

Bei der Entwicklung hat RKW den vollen Produktlebenszyklus im Blick. Entsprechend ist neben Robustheit und besonders hohem Schutz der Waren bei diesen Verpackungen auch die volle Wiederverwertbarkeit der Folien sehr wichtig. Dies wird bereits durch die Sortenreinheit sichergestellt, die hergestellten Folien bestehen ausschließlich aus PE.

Damit auch der Wiedereinsatz von Rezyklaten ohne Qualitätsverlust erhöht werden kann, müssen innovative Rezepturen speziell für diese Fünf-Schicht-Extrusionsanlage entwickelt werden. Ältere Anlagen mit nur drei Extrudern sind hier stark eingeschränkt. Neben dem erhöhten Rezyklateinsatz tragen auch die höhere Energieeffizienz der Anlage sowie die geringeren anfallenden Produktionsabfälle zur Nachhaltigkeit der Produktion bei. RKW leistet dadurch wichtige Beiträge hin zu einer Kreislaufwirtschaft. 

Nachhaltigkeit auf allen Ebenen

Nachhaltigkeit spielt in der RKW eine zentrale Rolle – nicht nur bei den Produkten. Alle Standorte der Gruppe in Westeuropa nutzen ausschließlich Elektrizität aus regenerativen Energiequellen. Bei einer energieintensiven Branche wie Kunststoff spart dieser Umstieg pro Jahr gut 100.000 Tonnen CO2-Emissionen ein oder rund 60 Prozent der direkten Emissionen der RKW weltweit im Vergleich zu 2019. Die weiteren Standorte werden sukzessive ebenfalls auf Ökostrom umgestellt.

Damit insgesamt der Energiebedarf sinkt, setzt die RKW auf Modernisierung in den Produktionsabläufen und auf neue, effizientere Maschinen und Kühlanlagen mit zeitgemäßer Mess- und Steuertechnik. Gleichzeitig werden auch immer mehr Beleuchtungsanlagen in den Werken auf LED umgestellt. Alleine für derartige Energieeffizienzmaßnahmen hat die RKW 2020 rund 650.000 Euro investiert.

Das Engagement für den Klimaschutz nimmt einen großen Raum in der Nachhaltigkeitsstrategie der RKW ein. Aber auch gesellschaftlich relevanten Themen wie Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion gegenüber verpflichtet sich das Unternehmen. Im Juli 2021 unterzeichneten Eigentümer, Vorstand und Top-Management die „Charta der Vielfalt“.

Nachhaltigkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sie ist in der RKW-Gruppe fest verankert. Außerdem schafft sie Potenziale für Wirtschaftswachstum, wie die Investitionen bei RKW in Echte unterstreichen.