Newsroom - RKW Gruppe
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Jedes Jahr produzieren EU-Bürger pro Kopf durchschnittlich 500 kg Haushaltsmüll - ein Trend, der weiter anhält. Angesichts begrenzter natürlicher Ressourcen und einer wachsenden Weltbevölkerung gewinnt Recycling zunehmend an Bedeutung. In Zukunft kommt es darauf an, Materialien so oft wie möglich zu verwenden bevor sie verbrannt, deponiert oder schlimmstenfalls einfach in der Umwelt entsorgt werden. Aus diesem Grund engagiert sich die RKW-Gruppe für den Ausbau der Kreislaufwirtschaft und intensiviert ihre Recycling-Initiativen.

Durch Recycling werden Abfälle wieder nutzbar gemacht und dem Wirtschaftskreislauf erneut zugeführt – im besten Fall mehrfach und wiederverwendet als hochqualitatives Produkt. Downcycling, also der Wiedereinsatz in niederwertigen Produkten, sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

RKW hat sich verpflichtet, den weiteren Ausbau einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe voranzutreiben. Konkret bedeutet das, dass wir zunehmend auf den Einsatz recycelter Materialien setzen, die Entwicklung leicht recycelbarer Produkte in den Mittelpunkt unserer F&E-Aktivitäten stellen und – wichtiger noch – die Schonung der natürlichen Ressourcen als wesentlichen Bestandteil unserer Unternehmenspolitik verstehen. Denn: Recycling und eine Kreislaufwirtschaft für Kunststoffprodukte haben viele Vorteile. Es reduziert den Kohlenstofffußabdruck von Rohstoffen, verhindert die Belastung der Umwelt durch Kunststoffabfälle, erhöht die Versorgungseffizienz und reduziert die Materialkosten.

Recycling in der Produktion

Unser Engagement beginnt in der Produktion. In der RKW-Gruppe wird Produktionsausschuss als wertvolle Ressource betrachtet, die wir für die Herstellung neuer Produkte nutzen. Wir verwenden Ausschuss entweder direkt innerhalb des Produktionsprozesses, zwischen verschiedenen Prozessen oder sogar standortübergreifend.

Jeder RKW-Standort verfügt über eigene Recyclinganlagen, in denen Ausschuss zu hochwertigem Regranulat verarbeitet wird. Dabei kommen gleichermaßen Offline- und Inline-Verfahren zum Einsatz.Weitere Synergieeffekte werden durch die standortübergreifende Kooperation gehoben: Kann der anfallende Ausschuss vor Ort aus technischen oder regulatorischen Gründen nicht in der Produktion genutzt werden, steht das Regranulat anderen Werken innerhalb der RKW-Gruppe als wertvoller Rohstoff zur Verfügung.

Rezyklate aus Post-Industrial und Post-Consumer-Quellen

Darüber hinaus setzen wir bereits seit Jahren Rezyklate aus externen Post-Industrial- oder Post-Consumer-Quellen in verschiedenen Produkten ein. Die RKW-Gruppe stellt das Know-How im Bereich Rezyklate und Recycling ihren Kunden zur Verfügung. Gemeinsam mit ihnen entwickeln wir Möglichkeiten, den Anteil wiederverwerteter Rohstoffe zu steigern. Die zu erwartenden optischen und technischen Eigenschaften des Produkts werden dabei mit den Anforderungen des Kunden abgeglichen.

Am Ende steht eine Lösung, die den höchstmöglichen Anteil an Rezyklat mit der bestmöglichen Qualität der Folie in Einklang bringt. In unseren Multipack Folien wird beispielsweise bis zu 100 Prozent recyceltes Material eingesetzt und dennoch sind sie leicht weiterzuverarbeiten und zu bedrucken.

Einsparung von 30.000 Tonnen CO2

Auch Agrarfolien eignen sich gut für den Einsatz von Rezyklaten. Unterm Strich entsteht so ein Wertstoffkreislauf, der nicht nur Müll reduziert, sondern auch Ressourcen schont und letztlich den Ausstoß von zusätzlichem CO2 verringert. Mit diesem Ziel engagiert sich RKW seit Jahren in der Initiative ERDE zur Sammlung und Wiederverwertung gebrauchter Agrarfolien.

Allein 2020 haben die Mitglieder von ERDE rund 26.500 Tonnen Agrarfolie in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt, was umgerechnet einer Einsparung von 30.000 Tonnen CO2 entspricht – oder der Menge, die 2,2 Millionen Bäume jedes Jahr binden.

Design for Recycling

Für einen geschlossenen Materialkreislauf ist es unumgänglich, dass unsere Produkte möglichst vollständig wiederverwendet werden können. Unter dem Stichwort „Design for Recycling“ arbeiten unsere Entwicklungsteams kontinuierlich an neuen bzw. verbesserten Rezepturen, die von Anfang an eine einfache Sortierung und Wiederverwertung ermöglichen. Mehrschichtfolien mit unverträglichen und nicht trennbaren Materialien werden wo immer möglich vermieden.

Das Recycling von Kunststoffen ist also eine Herausforderung für die gesamte Wertschöpfungskette. Um hochqualitative Rezyklate zu erhalten, die wiederum in hochwertigen Produkten eingesetzt werden sollen, bedarf es möglichst sortenreiner Stoffströme, die wiederum funktionierende Sammel-, Sortier- und Aufbereitungssysteme voraussetzen. Im engen Kontakt mit unseren Zulieferern, Kunden, Partnerverbänden und Recyclingunternehmen, investiert RKW regelmäßig in effizientere und innovative Technologien und Materialien, um den Ausbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe zu unterstützen.