Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen

Vergangene Woche war Erdüberlastungstag (Earth Overshoot Day). Bis zu diesem Tag des Jahres hat die Menschheit so viele Ressourcen verbraucht, wie die Natur in einem ganzen Jahr wiederherstellen kann. Ab jetzt lebt und arbeitet die Menschheit für den Rest des Jahres auf Kredit. Damit der Kredit künftig kleiner wird, arbeitet die RKW an konkreten Maßnahmen zur Ressourcenschonung und -einsparung.

Natürliche Ressourcen bilden die Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft. Allerdings nutzen wir die natürlichen Ressourcen in einem Umfang, dass diese in naher Zukunft nicht mehr ausreichend vorhanden sein werden. Umso wichtiger ist es Strategien zu entwickeln, um die Balance der Ökosysteme wiederherzustellen. Dazu müssen wir die Art und Weise, wie unsere Gesellschaft Güter produziert und konsumiert, grundlegend verändern. Als RKW-Gruppe sind wir uns der besonderen Verantwortung bewusst und leisten einen aktiven Beitrag zum weiteren Ausbau der Kreislaufwirtschaft.

Nachhaltiger und sparsamer Konsum hilft Ressourcen einzusparen. Noch wichtiger ist es jedoch, bereits bei der Produktion von Waren und Gütern Ressourcen möglichst effizient einzusetzen. Seit Jahren steigt die Nutzung natürlicher Ressourcen weltweit: Seit 1970 hat sich der Primärmaterialeinsatz (also von Mineralien, Erzen, fossilen Brennstoffen und Biomasse) mehr als verdreifacht. Von rund 27 Milliarden Tonnen im Jahr 1970 auf rund 92 Milliarden Tonnen im Jahr 2017. Setzt sich dieser Trend fort, wird die Weltbevölkerung im Jahr 2060 auf bis zu zehn Milliarden Menschen angewachsen sein und der Ressourcenverbrauch schätzungsweise zwischen 143 und 190 Milliarden Tonnen liegen.

Die Gewinnung von Rohstoffen ist meist energieintensiv und mit Eingriffen in den Natur- und Wasserhaushalt verbunden. Dabei kommt es meist auch zu Emissionen von Schadstoffen in Wasser, Boden und Luft. Die gesamte Wertschöpfungskette von Gütern wirkt sich auf die Ökobilanz aus, da während der Produktion beispielsweise Treibhausgase freigesetzt werden und Wasser verbraucht wird, ebenso für die Logistik und den Verkauf. Selbst das Recycling von Produkten benötigt Energie beziehungsweise Ressourcen. Oder es werden Treibhausgase und andere Schadstoffe bei der Verwertung von Abfällen emittiert.

Die RKW-Gruppe bekennt sich zu ihrer Verantwortung, Kunststoffprodukten eine nachhaltige Perspektive zu geben. Wir arbeiten daran, die Kreislaufwirtschaft für diesen unverzichtbaren Rohstoff weiter auszubauen. Dazu orientieren wir uns am Leitsatz „Reduce, Reuse, Recycle“ (Reduzierung, Wiederverwendung, Recycling).

Eigenes Recycling in allen Werken

Nachhaltigkeit bedeutet, nur so viel zu verbrauchen, wie in einem absehbaren Zeitraum nachwachsen oder regenerieren kann. Ressourcen, die nicht verbraucht werden, müssen auch nicht wiedergewonnen oder eingespart werden. Dieses Prinzip gilt für den Energie- und Wasserverbrauch genauso wie für den Umgang mit fossilen Ressourcen, Produktionsabfällen, Verbrauchsstoffen und Verpackungsmaterialien.

Die RKW-Gruppe setzt in diesen Bereichen seit Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen zur Ressourcenschonung um. Der Energie- und Wasserverbrauch unserer Werke und Produkte wird durchgehend kontrolliert, unserer Produktions- und Logistikprozesse unterliegen kontinuierlichen Verbesserungsprozessen und werden regelmäßig im Rahmen von internen Audits auf den Prüfstand gestellt. (Ergebnisse: Sustainability Report SDG 12)

Kunststoffe werden üblicherweise aus Erdöl gewonnen und beruhen damit auf einem fossilen, endlichen Rohstoff. Die RKW-Gruppe setzt sich an allen Standorten und über das gesamte Produktsortiment für einen möglichst sparsamen Einsatz dieser Ressource ein.

Dazu gehören beispielsweise kontinuierliche Maßnahmen zum Downgauging durch den Einsatz innovativer Materialien beziehungsweise verbesserter Rohstoffe sowie durch die Optimierung der Produktionsanlagen. Dünnere und somit leichtere Folien führen nicht nur zu direkten Rohstoffeinsparungen, sondern auch zu verringerten Transportemissionen im weiteren Produktzyklus.

Weiterhin stellt die Vermeidung von Produktionsabfällen, Verbrauchsstoffen und Verpackungsmaterialien einen wichtigen Stellhebel zur Ressourceneffizienz dar. Produktionsabfälle lassen sich unter anderem durch optimierte Qualitätsüberwachung sowie die Reduktion von Stillstandzeiten reduzieren. Dazu gehören Investitionen in automatisierte Anlagen, die Fehler erkennen und im besten Fall direkt Verbesserungsmaßnahmen einleiten.

Alle RKW-Produktionswerke verfügen über eigene Recyclinganlagen. Hier werden Produktionsreste unmittelbar in die Produktion zurückgeführt. Wo das aufgrund von Qualitätsanforderungen nicht möglich ist, werden sie innerhalb der RKW-Gruppe anderen Werken zur Verfügung gestellt. Verbrauchs- und Verpackungsmaterialien werden so sparsam wie möglich verwendet oder in vielen Fällen wiederverwendet oder recycelt.

Als führender Hersteller exzellenter Folienlösungen haben wir uns verpflichtet, den weiteren Ausbau einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe voranzutreiben. Konkret bedeutet das, dass wir zunehmend auf den Einsatz recycelter Materialien setzen, die Entwicklung leicht recycelbarer Produkte in den Mittelpunkt unserer F&E-Aktivitäten stellen und – wichtiger noch – die Schonung der natürlichen Ressourcen als wesentlichen Bestandteil unserer Unternehmenspolitik verstehen. Denn: Recycling und eine Kreislaufwirtschaft für Kunststoffprodukte haben viele Vorteile. Es reduziert den Kohlenstofffußabdruck von Rohstoffen, verhindert die Belastung der Umwelt durch Kunststoffabfälle, erhöht die Versorgungseffizienz und reduziert die Materialkosten.