Je diverser, desto erfolgreicher

Diversität und Inklusion sind mehr als nur ein moralisches Angebot, sie sind auch ein wichtiger Faktor für den Geschäftserfolg. Diesen Zusammenhang belegt die Studie „Diversity Wins – How Inclusion Matters“, für die McKinsey Daten von mehr als 1.000 Unternehmen in 15 Ländern analysiert hat. Die zentralen Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen mit hoher Gender-Diversität eine um 25 Prozent signifikant größere Wahrscheinlichkeit aufweist, überdurchschnittlich profitabel zu sein.

Aber nicht nur das Geschlecht spielt für den Unternehmenserfolg eine wichtige Rolle. Es geht auch darum, eine Belegschaft aus Menschen zu bilden mit unterschiedlichen Blickwinkeln, Erfahrungen, Weltanschauungen, Ethnien, Fähigkeiten, sozialer Herkunft und Altersgruppen, die zu unterschiedlichen Lösungsansätzen kommen – als Bereicherung und Chance für das Unternehmen.

Was bedeutet Gleichberechtigung?

 Wenn wir von Gleichberechtigung sprechen, tauchen immer wieder die Begriffe „Gleichstellung“ (equality) und „Gleichheit“ (equity) auf – aber was genau bedeutet das? Gleichstellung, im Sinne von Gleichbehandlung, führt nicht automatisch zu Gleichheit, wenn ungleiche Voraussetzungen und Bedürfnisse nicht berücksichtigt werden. Damit echte Gleichstellung und Gleichberechtigung funktionieren, müssen unterschiedliche Voraussetzungen angepasst werden: zum Beispiel über flexible Arbeitsmodelle, Aufgabenverteilung nach persönlichen Stärken und Schwächen, Förderprogramme, und nicht zuletzt eine Geisteshaltung, die interindividuelle Unterschiede anerkennt und berücksichtigt. Diesen Bemühungen folgt auch die RKW, weil wir uns ganz bewusst dem Thema der „Gleichheit“ verantwortlich fühlen.

Welchen Beitrag leistet RKW?

Produzierende Unternehmen sind in der Regel männerdominiert, obwohl diverse Teams nicht nur Gerechtigkeit, sondern nachweislich auch die Innovations- und unternehmerische Leistungskraft fördern. Als produzierendes Unternehmen legen wir besonderes Augenmerk darauf, diese Situation sukzessive zu verbessern. Gehobene Managementpositionen sind bei RKW aktuell mit über 28 Prozent Frauen besetzt, mit dem Ziel, diesen Anteil kontinuierlich weiter auszubauen. Zudem bauen wir auf kulturelle Vielfalt und zählen inzwischen Mitarbeiter aus 44 verschiedenen Nationalitäten zum RKW-Team.

Die Förderung von Gerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion (E, D&I) hat bei RKW eine hohe Priorität und weitere, vielfältige Handlungsfelder: Zum Beispiel Programme zur Gewinnung und Weiterentwicklung diverser Talente, oder die aktive Beteiligung an themenbezogenen Events, wie dem Weltfrauentag – weitere Infos in unserem Nachhaltigkeitsreport 2020.

Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ und der Einführung einer globalen EDI-Richtlinie unterstreichen wir unser Engagement auf diesem Gebiet.

Foto EDI

Samira Montag (Specialist Talent Acquisition), Lucia Krubasic (Director Sales Hygiene) vor der unterzeichneten Charta der Vielfalt

Inklusion – Porträt eines Optimisten

Donnerstag, 14 Uhr. „Moin“, schallt’s fröhlich aus dem Telefon. Stimmt, im Norden sagt man ja ganztägig „Moin“. Aber Florian Lindschulten meint es so. „Ich bin diese Woche in der Nachtschicht, jetzt bin ich gerade aufgestanden.“ Florian ist 34 Jahre alt und arbeitet bei RKW in Nordhorn als Verfahrensmechaniker in der Extrusion. 2004 begann er in Nordhorn seine Ausbildung und ist seither dort tätig. Der Einstieg in eine gängige Arbeitsbeschreibung? Nicht ganz, denn Florian hat „Mukoviszidose“.

Mukoviszidose ist eine angeborene, nicht heilbare Stoffwechselerkrankung, bei der die Bildung verschiedener Körperflüssigkeiten gestört ist. Der zähe Schleim verstopft unter anderem die Bronchien und die Ausführungsgänge der inneren Organe. Atmung und Verdauung sind besonders stark betroffen, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 53 Jahren.

Was niederschmetternd klingt, hält Florian nicht auf. Er sprüht vor Energie: „Alle hatten mir zu einem ruhigen Beruf geraten, bei dem ich körperlich nicht gefordert werde. Eine Annonce der RKW, in der Auszubildende für Verfahrenstechnik gesucht würden, klang, als sei es das Richtige – und das war es auch. „Ich finde es großartig, dass ich in der Lage bin, eine Extrusionsanlage zu fahren. Dass ich es schaffe, derart komplexe und filigrane Folien herzustellen“ – Florian ist begeistert und für das Unternehmen eine große Bereicherung, fachlich und menschlich! Hier erfahren sie mehr