Streuobstgarten vor dem Werk

23 Auszubildende des RKW-Werks in Petersaurach leisten ihren ganz eigenen Beitrag zur Nachhaltigkeit und pflanzen einen Streuobstgarten vor dem Werksgelände. Das Nachhaltigkeitsprojekt wurde vollständig von den Nachwuchskräften initiiert, geplant und umgesetzt.

Azubi-Projekte sind ein Teil des jährlichen Curriculums bei RKW, und dieses Jahr haben die Petersauracher ein Nachhaltigkeitsprojekt ausgesucht, das dem Ansinnen des Unternehmens entspricht und zeigt: Wir nehmen Nachhaltigkeit auf allen Ebenen ernst.

Wer kommenden Sommer am RKW-Werk in Petersaurach vorbeikommt – ob auf einem Spaziergang oder zur Schicht – der kann sich erstmal mit frischem Obst versorgen. Denn die kleine Streuobstwiese liegt direkt am Gehweg vor dem Werkstor und ist für jedermann zugänglich – und ist herzlich eingeladen zu ernten. Denn das ist einer der Aspekte, den die Azubis im Blick hatten bei ihrem Projekt: etwas Sinnvolles und gleichzeitig auch Greifbares (und in diesem Fall auch Schmackhaftes) für die Gemeinschaft schaffen. Wie sehr sie insgesamt das Konzept der Nachhaltigkeit verstanden und umgesetzt haben, zeigen auch die anderen Aspekte: die unmittelbare Umwelt wird positiv beeinflusst, denn die Bäume werden bei ihrem Wachstum nicht nur sehr viel CO<sub>2 </sub>binden, Sauerstoff produzieren und Schatten spenden – was angesichts des weltweiten Klimawandels wichtiger denn je ist. Sie helfen auch dabei Insekten Nahrung und Lebensräume zu schaffen – ebenfalls ein hochkritischer Punkt, der allzu lange ignoriert worden ist. Ergänzend wurden auch sogenannte Insektenhotels gebaut und aufgestellt.

Damit die jungen Bäume einen guten Start bekommen, haben sich die Azubis auch externe Beratung geholt, wie Alina Obermeyer erklärt, die im dritten Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau ist. „Dazu gehört die richtige Anpflanzerde, ein Drainagerohr, ein hölzerner Stützpfosten, ein bisschen Maschendrahtzaun zum Schutz und Holzschnitzel auf die Erde, um schnelle Austrocknung zu verhindern“, so Alina Obermeyer stellvertretend für das Projektteam.

Die weitere Versorgung der Bäume vor allem mit Wasser übernehmen ab jetzt RKW-Teams, die jeweils Baumpatenschaften übernommen haben. Ein IBC-Container mit Frischwasser steht gut gefüllt zur Verfügung. Holzschilder verraten, welches Team sich um welchen Baum kümmert, kleine Etiketten erzählen, um welche Obstsorte es sich handelt. Und der letzte Baum, den die Nachwuchskräfte in einer kleinen Feierstunde gesetzt haben, der wird von den Azubis selbst versorgt.